Tipps vom Baumprofi

Wissenswertes von der Baumfällgenehmigung bis zum Zeitraum der Fällung

Der ideale Zeitraum für Baumarbeiten

01.03. – 30.09. Vegetationsperiode
Während dieser Zeit ist ein starker Rückschnitt und die Fällung von geschützten Bäumen nur mit einer “Ausnahmegenehmigung” möglich.

01.10. – 28.02. Fällperiode
Starke Rückschnitte und Baumfällung von geschützten Bäumen, sind in diesem Zeitraum grundsätzlich möglich. Sie benötigen in manchen Fällen (z.B. bei hochwertigen Laubbäumen) eine behördliche Erlaubnis, die sogenannte Baumfällgenehmigung.

Benötigen Sie eine Baumfällgenehmigung?

Zunächst ist zu klären, ob überhaupt eine Baumfällgenehmigung erforderlich ist? Erkundigen Sie sich bitte vor geplanten Baumfällungs- und Pflegearbeiten, über die vorhandenen Baumschutzregelungen in Ihrer Region.

Stadt LeipzigAmt für Stadtgrün und Gewässer
EilenburgStadt Eilenburg (Bürgerservice)
GrimmaStadt Grimma
WurzenStadt Wurzen (Grünflächenamt)
MarkkleebergGrünflächenamt

Fragen und Antworten

Rund ums Thema Baumpflege und Baumfällung

Darf ich einen Baum auf meinem Grundstück einfach fällen?

In sehr vielen Fällen stehen Bäume in Deutschland unter Naturschutz.

Für eine geplante Baumfällung bzw. Baumpflege ist es daher zum Teil notwendig, dass Sie zuvor eine sogenannte „Baumfällgenehmigung“ beantragen. Diese behördliche Erlaubnis wird unter Umständen auch für Bäume erforderlich, die sich auf ihrem Grundstück befinden.

Erkundigen Sie sich bitte vor einer geplanten Baumfällung oder Baumpflege über die geltenden Baumschutzregelungen in Ihrer Region. Diese sind in Deutschland nicht einheitlichen geregelt, können jedoch in der Baumschutzsatzung beziehungsweise Baumschutzverordnung Ihrer Stadt oder Gemeinde nachgelesen bzw. beim zuständigen Amt vor Ort erfragt werden.

Wussten Sie Schon …?

Baum des Jahres 2020

Seit über 30 Jahren wird der Baum des Jahres von der Dr. Silvius Wodarz Stiftung gekürt, 2020 ist es die Robinie.

Die häufig mit der Akazie verwechselte Robinie (deshalb auch Scheinakazie) zierte im 17. Jahrhundert zunächst Barockgärten und Parks. Bald fand sie aufgrund ihres ungewöhnlich harten Holzes Verwendung im Grubenbau und Forstleute wagten die ersten Versuche sie im Wald einzubringen. Als Pionierbaumart beeindruckt sie durch ungewöhnlich schnelles Wachstum in den ersten Lebensjahrzehnten, enttäuscht aber bei der Stammqualität.

Nichtsdestotrotz lässt sich das Holz vielfach verwenden: Es ist zäh, witterungsbeständig und auch heute noch beliebt für den Bau von Brücken, Spielplatzgeräten und Terrassenmöbeln.

Baum des Jahres 2020 - Foto: © Andreas Roloff
Foto: © Andreas Roloff — www.baum-des-jahres.de
Dr. Silvius Wodarz Stiftung, Text: Dr. Rudolf Fenner
Mathias Körner aus Leipzig

Sie haben dazu Fragen?

Wir sind für Sie da!